Bani Matar liegt unmittelbar westlich von Sanaa, ein Distrikt tiefer Täler und terrassierter Flanken in einigen der höchsten bebaubaren Lagen des Jemen. Sein Kaffee ging jahrhundertelang unter dem Distriktnamen zum Hafen Mokha, und «Mattari» ist im Handel so lange eine anerkannte Qualitätsbezeichnung, dass der Name heute fast wie eine Marke wirkt.
Bedingungen
- 1'800 bis 2'400 m, trocken und nachts kalt.
- Geringer, unzuverlässiger Niederschlag — die Pflanzen sind gestresst, die Bohnen dicht.
- Trocknung fast ausschliesslich auf Dächern und Steinterrassen, in voller Sonne.
- Überwiegend Udaini, dazwischen Tuffahi und Dawairi.
Charakter
Bani Matar liefert den schwersten jemenitischen Kaffee: dunkle Schokolade, Rosine und Dattel, wenig Säure, sirupartiger Körper und ein langer Abgang mit einem Hauch Tannin. Es ist genau das Profil, das die meisten meinen, wenn sie «Mokka» für einen schokoladigen Kaffee sagen — eine Verwendung, die hier begann und nicht im Café.
Zur Trocknung
Die Dachtrocknung ist Tradition und verleiht Bani Matar seine Konzentration, bringt aber Streuung mit sich: Ein Dach ist kein Hochbeet, und eine Charge kann bei Wetterumschwung eine Fermentnote oder eine phenolische Kante bekommen. Deshalb cuppen wir vor dem Kauf und fragen nach der Trocknungscharge, nicht nur nach dem Distrikt. Siehe Natural-Aufbereitung.